Longevity

Semax

Semax wird in Forschungsprotokollen mit 300–800 µg täglich dosiert — in der Literatur überwiegend intranasal, im SubQ-Protokoll subkutan. Ein 10-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert (3,33 mg/ml), über einen Zyklus von 8–12 Wochen (optional bis 16).

Zuletzt geprüft: 13.07.2026täglich <strong>subkutan</strong> (in der Forschungsliteratur überwiegend intranasal appliziert)Zyklus: 8–12 Wochen, optional bis 16 Wochen.
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Auf einen Blick

Semax ist ein synthetisches Heptapeptid, abgeleitet vom ACTH(4-10)-Fragment und um die stabilisierende Pro-Gly-Pro-Endsequenz erweitert (Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro). Anders als das vollständige ACTH besitzt es keine hormonelle (corticotrope) Aktivität. In der präklinischen und russischen klinischen Forschung wird es auf neurotrophe, neuroprotektive und nootrope Eigenschaften untersucht — mit Fokus auf Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Erholung des Nervengewebes.

KlasseSynthetisches Heptapeptid (ACTH(4-10)-Analogon)
SequenzMet-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro
GabeTäglich (SubQ; Literatur meist intranasal)
Standard-Dosis300–800 µg / Tag
Zyklus8–12 Wochen (bis 16)
StatusNur für Forschungszwecke

Rekonstitution & Titration

Werte je Vial-Größe. Die Dosis bleibt gleich — nur die abzulesenden Spritzen-Einheiten ändern sich mit der Konzentration.

10 mg Vial

3,33 mg/ml

3 ml BAC-Wasser · ≈ 33,3 µg / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 1–2300 µg9 U (0,09 ml)
Woche 3–4500 µg15 U (0,15 ml)
Woche 5–8+800 µg24 U (0,24 ml)

5 mg Vial

1,67 mg/ml

3 ml BAC-Wasser · ≈ 16,7 µg / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 1–2300 µg18 U (0,18 ml)
Woche 3–4500 µg30 U (0,30 ml)
Woche 5–8+800 µg48 U (0,48 ml)
Rekonstitution — Schritt für Schritt
  1. 3,0 ml bakteriostatisches Wasser mit steriler Spritze aufziehen.
  2. Langsam an der Vial-Wand einlaufen lassen — kein Schäumen.
  3. Sanft schwenken oder rollen, bis alles gelöst ist (nicht schütteln).
  4. Beschriften und bei 2–8 °C lichtgeschützt kühlen.

Benötigtes Material

Richtwerte (Supplies), um einen Zyklus vollständig durchzuplanen.

DauerVialsSpritzenBAC-WasserTupfer
8 Wochen≈ 4 Vials (10 mg)56 Insulinspritzen2 Fläschchen (10 ml)112 Alkoholtupfer
12 Wochen≈ 6 Vials (10 mg)84 Insulinspritzen2 Fläschchen168 Alkoholtupfer
16 Wochen≈ 8 Vials (10 mg)112 Insulinspritzen3 Fläschchen224 Alkoholtupfer

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Protokoll-Überblick

Ziel

Untersuchung neurotropher und neuroprotektiver Effekte auf Kognition und Nervengewebe auf Basis präklinischer und regionaler klinischer Evidenz.

Dosis-Bereich

300–800 µg täglich mit schrittweiser Titration.

Gabe

täglich subkutan (in der Forschungsliteratur überwiegend intranasal appliziert)

Zyklus

8–12 Wochen, optional bis 16 Wochen.

Wie es wirkt

Mechanismus

Semax entspricht dem Kernfragment ACTH(4-7) mit angehängter Pro-Gly-Pro-Sequenz, die den Abbau durch Peptidasen verlangsamt und die Wirkdauer verlängert. Präklinische Studien deuten darauf hin, dass Semax die Expression neurotropher Faktoren moduliert — insbesondere eine rasche, regionale Hochregulation von BDNF und dessen Rezeptor TrkB sowie von NGF im Hippocampus. Über diese neurotrophe Signalgebung werden Effekte auf Neuroplastizität, dopaminerge und serotonerge Systeme sowie eine Dämpfung entzündungsfördernder Botenstoffe nach zerebraler Ischämie berichtet. In Russland ist eine intranasale Formulierung für Indikationen wie den ischämischen Schlaganfall zugelassen; große, unabhängige, kontrollierte Wirksamkeitsdaten außerhalb dieser regionalen Studien fehlen bislang.

Lagerung & Handhabung

Lagerung
  • Lyophilisiert bei −20 °C, trocken und dunkel lagern.
  • Nach dem Auflösen bei 2–8 °C kühlen; wiederholtes Einfrieren/Auftauen vermeiden.
  • Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur bringen, um Kondensation zu vermeiden; nicht einfrieren nach Rekonstitution.
Wichtige Hinweise
  • Für jede Injektion eine neue sterile Insulinspritze verwenden und im Sharps-Container entsorgen.
  • Einstichstellen rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme), um lokale Reizungen zu reduzieren.
  • Langsam injizieren und vor dem Zurückziehen der Nadel kurz warten.
  • Ein Großteil der Semax-Humanforschung nutzt die intranasale Route — die subkutanen Zahlen sind protokollbasierte Planungsrichtwerte, keine zugelassene Fachinformation.
  • Humandaten zu Semax stammen überwiegend aus regionalen (russischen) Studien; klinische Entscheidungen gehören in qualifizierte ärztliche Hand.

Klinischer Nutzen & Nebenwirkungen

Nutzen
  • Reguliert in Tiermodellen rasch und regionsspezifisch neurotrophe Faktoren (BDNF, TrkB, NGF) im Gehirn hoch.
  • Zeigt in präklinischen Ischämie-Modellen neuroprotektive Effekte und dämpft entzündungsfördernde Zytokine.
  • Studien an gesunden Probanden berichten Hinweise auf verbesserte Aufmerksamkeit, Operator-Leistung und veränderte EEG-Muster nach intranasaler Gabe.
  • In russischen klinischen Untersuchungen zum ischämischen Schlaganfall überwiegend gut vertragen.
Grenzen
  • Bei intranasaler Gabe gelegentlich leichte Reizung der Nasenschleimhaut bei längerer Anwendung.
  • Bei subkutaner Gabe gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Juckreiz).
  • Unabhängige Langzeit-Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten am Menschen außerhalb regionaler Studien sind begrenzt.

Lifestyle-Faktoren

Begleitende Faktoren
  • Ausreichend Schlaf (7–9 Stunden) priorisieren — kognitive Konsolidierung und Neuroplastizität finden vor allem im Schlaf statt.
  • Regelmäßige aerobe Bewegung fördert die körpereigene BDNF-Ausschüttung und unterstützt die Hirngesundheit.
  • Kognitiv fordernde Tätigkeiten (Lernen, Konzentrationsaufgaben) einplanen, um neurotrophe Signale zu nutzen.
  • Omega-3-reiche, entzündungsarme Ernährung und stabile Hydratation zur Unterstützung der neuronalen Funktion.
Person, die gesunde Lebensgewohnheiten lebt

Injektions-Technik

Subkutan

Für die subkutane Gabe Stopfen und Haut mit Alkohol reinigen und trocknen lassen. Hautfalte greifen, Nadel im 45–90°-Winkel ins Unterhautgewebe einführen. Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren; langsam und gleichmäßig injizieren. Einstichstellen systematisch rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme). In der Forschungsliteratur wird Semax überwiegend intranasal als 0,1-%-Tropfen bzw. Spray appliziert; dabei zählen Pumpen-Output, Formulierung und Applikationstechnik zur abgegebenen Menge.

Häufige Kombinationen

Stack

Selank

Klassisches Nootropikum-Paar — Semax fokussierend, Selank anxiolytisch/beruhigend.

Zu Selank
Stack

NAD+

Ergänzender Fokus auf zelluläre Energie und neuronalen Metabolismus.

Zu NAD+

Partner-Empfehlung: BIONIX Research ist ein Partner von LEVION. LEVION verkauft selbst nichts.

Häufige Fragen

Die Antworten, die du suchst — ohne Umschweife. Evidenzbasiert, wo die Forschung klar ist. Praxisnah, wo sie schweigt.

Wie wird Semax dosiert?
In Forschungsprotokollen 300–800 µg einmal täglich, mit Titration von 300 µg (Woche 1–2) über 500 µg auf 800 µg ab Woche 5. In der Literatur erfolgt die Gabe überwiegend intranasal, im SubQ-Protokoll subkutan.
Wie wird Semax rekonstituiert?
Ein 10-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser gelöst — das ergibt 3,33 mg/ml, also ≈ 33,3 µg pro U-100-Einheit. Ein 5-mg-Vial mit 3,0 ml ergibt 1,67 mg/ml (≈ 16,7 µg pro Einheit).
Was ist Semax genau?
Semax ist ein synthetisches Heptapeptid (Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro), abgeleitet vom ACTH(4-10)-Fragment mit stabilisierender Pro-Gly-Pro-Endung. Es hat keine hormonelle Aktivität und wird auf neurotrophe und neuroprotektive Eigenschaften erforscht.
Ist Semax zugelassen?
In Russland existiert eine zugelassene intranasale Formulierung (u.a. für den ischämischen Schlaganfall). Außerhalb dieser regionalen Zulassung ist Semax eine nicht zugelassene Forschungschemikalie; unabhängige Humandaten sind begrenzt.
Womit wird Semax kombiniert?
Häufig mit Selank als ausbalanciertes Nootropikum-Paar (Semax fokussierend, Selank beruhigend) oder mit NAD+ für zelluläre Energie und neuronalen Metabolismus.

Woher diese Zahlen kommen.

Alles, was wir als konkrete Größe nennen, hat eine Quelle. Hier ist, woher die Zahlen auf dieser Seite stammen — und wo die Lücke zwischen Studie und Coaching-Erfahrung liegt.

BDNF

Dolotov O.V. et al., Journal of Neurochemistry (2006) — Semax bindet spezifisch und erhöht BDNF-Proteinspiegel im basalen Vorderhirn der Ratte.

BDNF/TrkB

Dolotov O.V. et al., Brain Research (2006) — Semax reguliert BDNF- und TrkB-Expression im Hippocampus der Ratte.

Neurotrophine

Shadrina M. et al., Neuroscience Letters (2007) — regionsspezifische Neurotrophin-Genexpression im Rattenhirn unter Semax.

Glia-mRNA

Dmitrieva V.G. et al., Neuroscience Letters (2001) — rasche Induktion von BDNF- und NGF-mRNA in Glia-Zellkulturen der Ratte durch Semax.

Schlaganfall

Gusev E.I., Skvortsova V.I. et al., Zh Nevrol Psikhiatr (2018) — Wirksamkeit von Semax in verschiedenen Phasen des ischämischen Schlaganfalls.

Ischämie

Medvedeva E.V. et al., Genes (MDPI) (2020) — protektive Transkriptom-Effekte von ACTH(4-7)PGP (Semax) nach zerebraler Ischämie-Reperfusion.

Verhalten

Antidepressiv-/Antistress-Studie, Pharmaceuticals/Behavioral Pharmacology (2024) — antidepressive und antistress-Effekte der ACTH(4-10)-Analoga Semax und Melanotan II im Rattenmodell.

Injektion

Johns Hopkins Arthritis Center — subkutane Injektion (Anleitung).

Injektion · WHO

WHO — Leitlinie Sicherheitsspritzen (IM/ID/SC), 2016.

Injektion · CDC

CDC — subkutane Applikation (Winkel/Stelle, keine Aspiration).

Route

PMC — pharmakologische Aspekte der subkutanen Route.

Semax ist außerhalb regionaler Zulassungen eine nicht zugelassene Forschungschemikalie. Die Angaben dienen ausschließlich Informations- und Forschungszwecken, sind keine zugelassene Fachinformation und kein medizinischer Rat. Kein Heilversprechen.