Longevity

SS-31

SS-31 wird in Forschungsprotokollen mit 5–10 mg täglich subkutan dosiert (fortgeschritten bis 15–20 mg), über einen Zyklus von 8–12 Wochen. Ein 50-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert (16,67 mg/ml, ≈ 167 µg pro U-100-Einheit).

Zuletzt geprüft: 13.07.2026täglich <strong>subkutan</strong>Zyklus: 8–12 Wochen; belastbare Daten über 12 Wochen hinaus sind begrenzt.
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Auf einen Blick

SS-31 (Elamipretide) ist ein mitochondrial adressiertes Tetrapeptid, das sich selektiv in der inneren Mitochondrienmembran anreichert und dort an das Phospholipid Cardiolipin bindet. In der präklinischen und klinischen Forschung wird es auf Effekte rund um Membranstabilität, Elektronentransport und Zellenergie untersucht. Seit 2025 ist Elamipretide in den USA im beschleunigten Verfahren als erste Therapie des seltenen Barth-Syndroms zugelassen; jede weitere Anwendung ist experimentell.

KlasseMitochondrien-adressiertes Tetrapeptid
ZielCardiolipin (innere Mitochondrienmembran)
GabeTäglich subkutan
Standard-Dosis5–10 mg / Tag (bis 15–20 mg)
Zyklus8–12 Wochen
StatusNur für Forschungszwecke (zugelassen für spezifische Indikationen)

Rekonstitution & Titration

Werte je Vial-Größe. Die Dosis bleibt gleich — nur die abzulesenden Spritzen-Einheiten ändern sich mit der Konzentration.

50 mg Vial

16,67 mg/ml

3 ml BAC-Wasser · ≈ 167 µg / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 1–25 mg30 U (0,30 ml)
Woche 3–810 mg60 U (0,60 ml)
Woche 5–8 (fortgeschritten)15 mg90 U (0,90 ml)
Woche 9–12 (fortgeschritten)20 mg2 × 60 U (2 × 0,60 ml)
Rekonstitution — Schritt für Schritt
  1. 3,0 ml bakteriostatisches Wasser mit steriler Spritze aufziehen.
  2. Langsam an der Vial-Wand einlaufen lassen — kein kräftiges Schütteln.
  3. Sanft schwenken oder rollen, bis eine klare Lösung entsteht.
  4. Mit Rekonstitutions-Datum beschriften und bei 2–8 °C lichtgeschützt kühlen.

Benötigtes Material

Richtwerte (Supplies), um einen Zyklus vollständig durchzuplanen.

DauerVialsSpritzenBAC-WasserTupfer
8 Wochen (5–10 mg/Tag)≈ 10 Vials (50 mg)56 Insulinspritzen1 Fläschchen (30 ml)112 Alkoholtupfer
12 Wochen (10 mg/Tag)≈ 16 Vials (50 mg)84 Insulinspritzen2 Fläschchen168 Alkoholtupfer
12 Wochen (bis 15 mg/Tag)≈ 21 Vials (50 mg)84 Insulinspritzen3 Fläschchen168 Alkoholtupfer

Material besorgen

Protokoll-Überblick

Ziel

Untersuchung von mitochondrialer Membranstabilität und Zellenergie über die Cardiolipin-Bindung auf Basis präklinischer und klinischer Evidenz.

Dosis-Bereich

5–10 mg täglich im Standardprotokoll, fortgeschritten bis 15–20 mg, mit schrittweiser Titration.

Gabe

täglich subkutan

Zyklus

8–12 Wochen; belastbare Daten über 12 Wochen hinaus sind begrenzt.

Wie es wirkt

Mechanismus

SS-31 reichert sich selektiv in der inneren Mitochondrienmembran an und bindet dort an Cardiolipin — ein Phospholipid, das für die Organisation der Atmungskettenkomplexe entscheidend ist. Durch die Stabilisierung der Cardiolipin-Protein-Wechselwirkungen unterstützt das Peptid präklinisch die Anordnung der Elektronentransportketten-Superkomplexe, erhält die Cristae-Struktur der Mitochondrien und optimiert die Effizienz des Elektronentransports. In Modellen wird darüber eine gesteigerte ATP-Synthese bei gleichzeitig reduzierter Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (oxidativer Stress) beschrieben. Kontrollierte Studien liegen vor allem zum Barth-Syndrom, zur mitochondrialen Myopathie und zur Herzinsuffizienz vor; groß angelegte Wirksamkeitsdaten außerhalb dieser Indikationen fehlen bislang.

Lagerung & Handhabung

Lagerung
  • Lyophilisiert bei −20 °C, trocken und dunkel lagern; im gefrorenen Zustand über Monate stabil.
  • Nach dem Auflösen bei 2–8 °C kühlen und innerhalb von ~4 Wochen verwenden; nicht erneut einfrieren.
  • Gekühltes Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur bringen, um Kondensation zu vermeiden.
Wichtige Hinweise
  • Für jede Injektion eine neue sterile Insulinspritze verwenden und im Sharps-Container entsorgen.
  • Einstichstellen rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme), um lokale Reizungen zu reduzieren.
  • Langsam injizieren und vor dem Zurückziehen der Nadel kurz warten.
  • Fortgeschrittenes Protokoll (bis 15–20 mg) nur nach Standard-Titration; 20-mg-Tagesdosen werden in der Praxis auf zwei Gaben aufgeteilt.
  • Tagesdosis und Stellen-Rotation dokumentieren, um konsistent zu bleiben.
  • Der zugelassene Einsatz beschränkt sich auf das Barth-Syndrom; jede weitere Nutzung ist experimentell und gehört in qualifizierte ärztliche Hand.

Klinischer Nutzen & Nebenwirkungen

Nutzen
  • Stabilisiert präklinisch die Mitochondrienmembran und unterstützt die Funktion der Elektronentransportkette über die Cardiolipin-Bindung.
  • Wird mit gesteigerter ATP-Produktion und verringerter Bildung reaktiver Sauerstoffspezies in Verbindung gebracht (Zell- und Tierdaten).
  • In Studien zum Barth-Syndrom wurden funktionelle Verbesserungen berichtet (u. a. Muskelkraft und Belastbarkeit).
  • Präklinische Schutzeffekte in Modellen zu Herzinsuffizienz, neurodegenerativen Prozessen und altersbedingtem Muskelabbau.
Grenzen
  • Häufig leichte bis mäßige Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Juckreiz, vorübergehendes Unbehagen), die meist innerhalb weniger Stunden abklingen — in Studien bei rund 80 % der Anwendenden.
  • In publizierten Studien wurden keine dosislimitierenden Toxizitäten oder schweren, direkt auf SS-31 zurückführbaren Nebenwirkungen berichtet.
  • Langzeit-Sicherheit über 12 Wochen hinaus ist bislang nur begrenzt untersucht.
  • Außerhalb der Zulassung für das Barth-Syndrom ist jede Anwendung experimentell und gehört in qualifizierte ärztliche Hand.

Lifestyle-Faktoren

Begleitende Faktoren
  • Mitochondrien-unterstützende Nährstoffe beachten (B-Vitamine, CoQ10, Magnesium, Alpha-Liponsäure) und ausreichend Protein zuführen.
  • Kraft- und Ausdauertraining kombinieren, um die mitochondriale Biogenese anzuregen.
  • 7–9 Stunden Schlaf priorisieren, um Zellreparatur und mitochondrialen Umsatz zu fördern.
  • Stress über Meditation, Atemarbeit oder Yoga regulieren, um die oxidative Last zu senken.
  • Mitotoxine reduzieren — übermäßigen Alkohol und vermeidbare Umweltbelastungen einschränken.
Person, die gesunde Lebensgewohnheiten lebt

Injektions-Technik

Subkutan

Stopfen und Haut mit Alkohol reinigen und trocknen lassen. Hautfalte greifen, Nadel im 45–90°-Winkel ins Unterhautgewebe einführen. Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren; langsam und gleichmäßig injizieren. Einstichstellen systematisch rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme).

Häufige Kombinationen

Stack

MOTS-c

Mitochondrialer Metabolismus-Fokus — gemeinsamer Ansatz an Zellenergie und AMPK-Achse.

Zu MOTS-c
Stack

NAD+

Longevity-Synergie — ergänzt den Fokus auf mitochondriale Energiebereitstellung.

Zu NAD+

Partner-Empfehlung: BIONIX Research ist ein Partner von LEVION. LEVION verkauft selbst nichts.

Häufige Fragen

Die Antworten, die du suchst — ohne Umschweife. Evidenzbasiert, wo die Forschung klar ist. Praxisnah, wo sie schweigt.

Wie wird SS-31 dosiert?
In Forschungsprotokollen 5–10 mg einmal täglich subkutan, mit Titration von 5 mg (Woche 1–2) auf 10 mg ab Woche 3. Fortgeschrittene Protokolle steigern bis 15–20 mg täglich, wobei 20 mg auf zwei Gaben aufgeteilt werden.
Wie wird SS-31 rekonstituiert?
Ein 50-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser gelöst — das ergibt 16,67 mg/ml, also ≈ 167 µg pro U-100-Einheit. 5 mg entsprechen 30 Einheiten (0,30 ml), 10 mg entsprechen 60 Einheiten (0,60 ml).
Wie lange dauert ein SS-31-Zyklus?
Typisch 8–12 Wochen; belastbare Daten über 12 Wochen hinaus sind bislang begrenzt.
Was macht SS-31 im Körper?
SS-31 (Elamipretide) reichert sich in der inneren Mitochondrienmembran an und bindet an Cardiolipin. Präklinisch stabilisiert es dadurch die Atmungskette, erhält die Cristae-Struktur und unterstützt die ATP-Synthese bei reduziertem oxidativem Stress.
Ist SS-31 zugelassen?
Nur eingeschränkt: Elamipretide ist seit 2025 in den USA im beschleunigten Verfahren zur Behandlung des seltenen Barth-Syndroms zugelassen. Jede andere Anwendung gilt als experimentelle Forschung.

Woher diese Zahlen kommen.

Alles, was wir als konkrete Größe nennen, hat eine Quelle. Hier ist, woher die Zahlen auf dieser Seite stammen — und wo die Lücke zwischen Studie und Coaching-Erfahrung liegt.

Review

Elamipretide-Review, International Journal of Molecular Sciences (MDPI) 2025 — Struktur, Wirkmechanismus & therapeutisches Potenzial.

Cardiolipin

Birk A.V. et al., British Journal of Pharmacology — Cardiolipin-Bindung & Stabilisierung der Mitochondrienmembran durch SS-31.

FDA-Zulassung

U.S. Food & Drug Administration 2025 — beschleunigte Zulassung von Elamipretide (Forzinity) als erste Therapie des Barth-Syndroms.

Herzinsuffizienz

PROGRESS-HF-Studie, JACC: Heart Failure — Sicherheit & Verträglichkeit von Elamipretide bei Herzinsuffizienz.

Mito-Myopathie

MMPOWER-2-Studie, Neurology (AAN) — Elamipretide bei primärer mitochondrialer Myopathie.

Cristae-Struktur

BBA – Bioenergetics (Elsevier) — Cardiolipin-Remodeling & Cristae-Struktur in der mitochondrialen Funktion.

Bioenergetik

Journal of Cardiovascular Pharmacology — SS-31 senkt oxidativen Stress & verbessert die mitochondriale Bioenergetik.

Profil

ADDF — Cognitive-Vitality-Profil zu SS-31 (Alzheimer's Drug Discovery Foundation), präklinischer & klinischer Überblick.

Injektion

Johns Hopkins Arthritis Center — subkutane Injektion (Anleitung).

Injektion · WHO

WHO — Leitlinie Sicherheitsspritzen (IM/ID/SC), 2016.

Injektion · CDC

CDC — subkutane Applikation (Winkel/Stelle, keine Aspiration).

Route

PMC — pharmakologische Aspekte der subkutanen Route.

SS-31 (Elamipretide) ist außerhalb der Zulassung für das Barth-Syndrom eine nicht zugelassene Forschungschemikalie. Die Angaben dienen ausschließlich Informations- und Forschungszwecken, sind keine zugelassene Fachinformation und kein medizinischer Rat. Kein Heilversprechen.